Traditionelle balinesische Segnung

Auf unserer Hochzeitsreise nach Bali und Sumba durften wir ein paar spannende und einzigartige Momente miterleben.

Als besondere Überraschung organisierten meine Kollegen eine traditionelle balinesische Segnung in einem kleinen, authentischen Dorf in der Nähe von Ubud.

Mein Mann und ich wurde von unserem Hotel abgeholt und 45 Minuten außerhalb von Ubud gefahren. Wir wussten bis dato nicht wo es hingeht und was mit uns passieren wird. Als wir in dem traditionellen Dorf ankamen, fuhren wir zu einem kleinen Tempel. Weit und breit gab es keine Touristen – nur uns, die Einheimischen und einen Priester. Mit Sarongs ausgestattet durften wir den nun zusammen mit dem Priester den Tempel besuchen. Die Stimmung war unbeschreiblich – einfach magisch.

Wir waren sehr aufgeregt, da wir nicht wussten, was auf uns zukommen wird. Als Erstes versuchte der Priester herauszufinden, welche Art von Segnung für uns passend ist. Durch die Geburtsdaten und den Wochentag der Geburt konnte der Priester uns den Elementen im balinesischen Kalender zu ordnen. Durch diese Zuordnung erzählte er uns einiges über unsere Persönlichkeiten. In der Tat war es etwas erschreckend wie viel es war. Es erinnerte uns ein bisschen an die verschiedenen Bedeutungen der Sternzeichen. Anschließend laß uns der Priester aus den Handflächen.

Eigentlich bin ich sehr skeptisch gegenüber solchen Dingen. Es war jedoch wirklich faszinierend wie viel Wahres der Priester über uns sagen konnte, obwohl er uns gerade zum ersten Mal gesehen und gesprochen hat. Durch die Zuordnung und Kreuzung der Elemente von meinem Mann und mir wurde anschließend eine Klangzeremonie vorbereitet. Wir wurden mit heiligem Wasser gesegnet und bekamen so nochmal eine ganz eigene, persönliche und wunderschöne Hochzeits-Zeremonie.

Ein unglaubliches Erlebnis mit vielen besonderen Eindrücken. Der Einblick hinter die Kulissen – ganz traditionell, sehr spirituell und einfach wunderschön. Wir werden es bestimmt niemals vergessen und immer wieder an die Worte des Priesters zurückdenken.

 

Nicole Möckel, Oktober 2019