15 Tage

Reiseverlauf
Delhi – Manali – Solang Valley – Jispa – Tsokar – Leh – Nubra Valley – Pangong Tso – Uletopko – Srinagar

Bildergalerie

Tag 1: Delhi – Kullu – Manali

Früh morgens Transfer zum Flughafen und Flug mit Kingfisher Airlines von Delhi nach Kullu und von dort aus Transfer nach Manali, das etwa 40 km entfernt liegt. Nach etwa 2 Stunden erreichen Sie Ihr Ziel.

Manali liegt am Nordende des Kullu-Tales auf einer Höhe von 1.900 Metern im indischen Bundesstaat Himachal Pradesh. Früher war Manali der Altersruhesitz für britische Offiziere, die sich nach ihrer Pensionierung in das früher noch abgeriegelte Kullu-Tal zurückzogen. Auf Grund seines milden Sommerklimas und der zahlreichen umliegenden Tempel ist Manali heute vor allem beliebt bei indischen Touristen und Ausgangspunkt für viele Hochgebirgstouren. Zudem liegt die Stadt am Anfang einer alten Handelsroute, die über Ladakh weiter über den Karakorumpass, Yarkand und Khotan bis in das Tarimbecken im äußersten Westen Chinas führt.

Nach Ankunft Check-in und Zeit zum Ankommen und Akklimatisieren zur freien Verfügung.

Tag 2: Manali – Solang Valley – Manali

Etwa 15 km und eine halbe Stunde Fahrt von Manali entfernt liegt das schöne Solang-Tal zwischen dem Dorf Solang und dem Beas Kund See. Das Tal bietet tolle Blicke auf die schneebedeckten Gipfel und Gletscher des Himalaya.

Sie unternehmen einen Spaziergang durch das Tal, um sich an die Höhe zu gewöhnen und natürlich, um die Schönheit des Solang-Tales zu genießen. Während Ihres Spaziergangs besuchen Sie den Vashisht Tempel mit seiner heiligen Schwefelquelle. Wenn Sie möchten, können Sie dort auch ein reinigendes Bad nehmen – es gibt getrennte Bereiche für Männer und Frauen. Anschließend können Sie die Tempel Hidimaba Devi und Manu in der Nähe Ihres Hotels besichtigen. Vom Manu Tempel leitet sich der Name der Stadt – Manali – ab.

Tag 3: Manali – Keylong – Jispa

Sie fahren heute weiter in Richtung Leh. Hinter Manali geht es immer weiter bergauf bis zum Rohtang Pass (3.950 m), der das Kullu mit dem Lahaul Tal verbindet. Das Lahaul Tal ist, im Gegensatz zum Kullu Tal buddhistisch geprägt. Nach etwa 115 km erreichen Sie zunächst Keylong, das Verwaltungszentrum des Distriktes Lahaul und Spiti. Keylong liegt auf einer Höhe von 3.156 Metern oberhalb des Flusses Bhaga. Hier legen Sie einen Stopp ein und wandern zum Kloster Kardang auf der anderen Flussseite, das Sie nach etwa einer Stunde erreichen. Das große weiße Gebäude stammt aus dem 12. Jahrhundert und ist über und über mit bunten Gebetsfahnen bedeckt, die im Wind flattern und einen farbenfrohen Kontrast zur kargen Landschaft bilden. Bekannt sind vor allem auch die schönen Thanka-Gemälde des Klosters. Anschließend wandern Sie zurück nach Keylong und setzen Ihren Weg fort.

Etwa 20 km weiter nördlich erreichen Sie dann Ihr heutiges Ziel, das kleine Dorf Jispa auf 3.200 Metern Höhe. Es ist hinter Keylong die erste Siedlung, denn auf der 20 km langen Strecke dazwischen gibt es weder Dörfer noch Städte.

In Jispa leben nur etwa 330 Einwohner, jedoch gibt es einen Hubschrauberlandeplatz, ein Postamt, einen Campingplatz, eine Berghütte und sogar ein kleines Heimatmuseum. Sie übernachten im einzigen Hotel im Ort.

Tag 4: Jispa – Tso Kar

Nach dem Frühstück brechen Sie auf und fahren zunächst weiter nach Sarchu (84 km). Dazwischen liegt der Bara Lacha Pass, den Sie nun überqueren. Der Name bedeutet „Pass mit Kreuzung“, denn hier treffen sich die Straßen aus Zanskar, Ladakh, Spiti und Lahaul. Sarchu an der Grenze zwischen Himachal Pradesh und Jammu & Kashmir ist ein eher karges Tal, bietet jedoch spektakuläre Blicke auf den Tsarap River, der hier inmitten der Gesteinswüste eine beeindruckende Landschaft geschaffen hat. Der Fluss schneidet ein immer tiefer werdendes Bachbett in den Boden und hinterlässt dabei bizarre Gesteinsformationen an den steilen Ufern.

Weiter geht es dann (ca. 160 km) zum berühmten Tso Kar (Tso See), der auf Grund der Salzablagerungen am Ufer auch „Weißer See“ genannt wird. Das Salz wird hier abgebaut und überall in Ladakh verkauft. Über die so genannten Gata Loops – eine Serie von 21 engen Kurven und Serpentinen, die sich langsam den Berg hinaufziehen, fahren Sie hinauf zum Lachlung La Pass. Danach geht es durch die beeindruckende Landschaft bergab nach Pang. Von hier aus geht es dann hinauf zum Pang Plateau, auch bekannt als More Plains, ein 4.000 Meter hoch gelegenes Wüstenplateau mit einer Länge von 52 km und einer Breite von 12 km. Eingerahmt wird die Landschaft von den mächtigen, schneebedeckten Gipfeln des Himalaya.

Auf Schotterpisten überqueren Sie das Plateau bis zum verlassenen Dorf Debring, wo Sie die Hauptachse nach Leh verlassen und zu Ihrem Camp am Tso Kar See fahren. Genießen Sie den atemberaubenden Blick auf den kristallklaren See und die wunderschöne Landschaft ringsherum.

Tag 5: Tso Kar – Leh

Nach einem zeitigen Frühstück fahren Sie zurück zur Hauptstraße in Richtung Leh. Von hier aus führt Sie Ihr Weg nun über den Taglang La Pass, der mit einer Höhe von 5.360 Metern der zweithöchste befahrbare Bergpass der Welt ist. Sie überwinden so den Gebirgszug von Zanskar und erreichen schließlich bei Rumtse das Ladakh Tal. Nach der Fahrt durch die karge und menschenleere Landschaft der letzten Tage hat Sie nun die Zivilisation wieder – idyllische Dörfer, lebhafte und üppig bewachsene Farmen, verschwiegene Klöster und alles überspannender klarer blauer Himmel – ergeben eine wunderschöne Atmosphäre. In Upshi treffen Sie schließlich auf den Fluss Indus, wo Sie einen kurzen Stopp einlegen, während Ihre Papiere überprüft werden. Danach führt Sie der Weg immer am Ufer des Indus entlang bis nach Leh, die Hauptstadt der Region Ladakh.

Die Region hat viele Beinamen, u.a. „Mondland“, Klein Tibet oder auch „Das letzte Shangri-La“. Doch obwohl die abgelegene Gegend auf Grund ihrer Trockenheit und Unfruchtbarkeit eher unwirtlich erscheint, ist es jedoch gerade die Landschaft, die Ladakh so sehenswert macht. Dazu kommen eine einzigartige Flora und Fauna, faszinierende Kultur, klarer blauer Himmel und eine ganz besondere Luft.

Tag 6: Leh

Auf Ihrer heutigen Tour besichtigen Sie das Kloster Thiksey, das sich über 3.000 m Höhe befindet. Zur Anlage des Klosters, das im 15. Jahrhundert gegründet wurde gehören unter anderem 10 verschiedene Tempel. In einem dieser Tempel befindet sich eine große vergoldete Buddhastatue. Sehenswert sind auch eine Reihe von heiligen Schreinen und eine Sammlung von antiken Thangkas (Rollbilder).

Anschließend Besuch des alten Sommerpalastes der Könige von Ladakh in Shey und des Felsenklosters. Eines der meistbesuchten Klöster der Region ist das Hemis Gompa, ca. 40 km von Leh entfernt. Erbaut im Jahr 1630 ist dieses Kloster das größte in Ladakh und Sitz des Rotmützenordens. Sehenswert sind die berühmte Bibliothek, kostbare Buddha-Skulpturen und wunderschöne Wandgemälde.

Tag 7: Leh – Nubra Valley

Über den Khardung La, der mit 5.604 Metern der höchste befahrbare Bergpass der Welt ist fahren Sie heute in das Nubra Tal, einst eines der verbotenen Teile Ladakhs. Das Tal ist auch der Zugang zu einem der größten Gletscher der Welt und dem größten Gletscher Indiens, dem 76 km langen Siachen Gletscher. Das Nubra Tal ist berühmt für die hier lebenden Baktrischen Kamele (Trampeltier), die in freier Wildbahn nur noch selten zu finden sind. Sie besuchen eine Kamelaufzuchtfarm in der Nähe des Dorfes Diskit und unternehmen einen kurzen Ausritt durch die Sanddünen entlang des Flusses Nubra.

Sie besuchen die beiden schönen Klöster Hunder und Diskit und fahren anschließend zu Ihrem Camp für die Nacht.

Tag 8: Nubra Valley – Leh

Zunächst führt Sie die Tour heute über die Flüsse Shyok und Nubra nach Sumur, wo Sie das Kloster von Sumur sowie eine tibetische Schule an der Straße nach Panamik. Sumur war früher eine Raststelle für Händler, die auf der Seidenstraße aus Zentralasien kamen, denn Sumur war auf der Seidenstraße das erste Dorf seit 20 Tagen und somit wichtig, um Vorräte aufzufüllen oder zu rasten. Der nahe Ort Panamik ist berühmt für seine heißen Quellen – diese waren natürlich eine willkommene Art der Entspannung für die erschöpften Händler.

Nachmittags Rückfahrt über den Kardung La Pass nach Leh.

Tag 9: Leh – Pangong Tso

Sie verlassen heute vorerst die Bezirkshauptstadt Leh und fahren über den Chang La Pass (5.360 m) weiter zum Pangong Tso, der an der Grenze zwischen Indien und China auf einer Höhe von 4.250 Metern liegt. Der Salzwassersee ist ca. 8 km lang, jedoch nur 134 Meter breit und liegt zu zwei Dritteln auf chinesischer Seite. Im Winter friert der Pangong Tso komplett zu. Am See leben seltene Schwarznackenkraniche und diverse andere seltene Vogelarten.

Tag 10: Pangong Tso – Leh

Rückkehr nach Leh. Nach Ihrer Ankunft dort haben Sie den Rest des Tages zur freien Verfügung.

Tag 11: Leh

Heute erkunden Sie die Stadt Leh. Der erste Weg führt Sie zum quirligen Marktplatz und von dort zum beeindruckenden alten Königspalast von Leh. Das neunstöckige Gebäude wurde im 17. Jahrhundert von König Simgey Namgyal erbaut und bietet einen schönen Blick auf Leh und Umgebung. Ebenfalls einen wunderschönen Blick auf die Landschaft bekommen Sie an dem strahlend weißen Shanti Stupa, der in den 1980er Jahren von einem japanischen Buddhisten erbaut und 1991 vom amtierenden 14. Dalai Lama eingeweiht wurde.

Danach besuchen Sie das einzigartige Wild Ass Wildlife Sanctuary, das mit 4.954 km2 das größte Tierschutzgebiet Indiens ist. Das Wild Ass Sanctuary ist eines der letzten Gebiete der Erde, an der der bedrohte indische Wildesel (Khur) beheimatet ist und in freier Wildbahn beobachtet werden kann.

Tag 12: Leh – Uletokpo

Früh morgens verlassen Sie nun Leh und fahren weiter in Richtung Uletokpo. Unterwegs besuchen Sie zunächst das Kloster Alchi aus dem 11. Jahrhundert. Sie besichtigen die Klosteranlage, die einen der bedeutendsten Kunstschätze des westlichen Himalaya birgt. Hier befinden sich kostbare Gemälde, die über acht Jahrhunderte hinweg fast in ihrem Originalzustand bewahrt wurden und die blühende buddhistische Kunst dieser Zeit bezeugen. Die Bilder beeindrucken durch ihre reiche und farbenfrohe Fülle und die vielen, bis in die Feinheiten ausgearbeiteten Details. Im Anschluss besuchen Sie das Kloster Likir, das mit seiner 900-jährigen Geschichte zu den ältesten Klöstern Ladakhs gehört. Auch hier sind sehr schöne Fresken und Gemälde zu entdecken.

Danach besuchen Sie den schönen Gurdwara Pathar Sahib. Ein Gurdwara („Tor zum Guru“) ist eine Gebets- und Schulstätte der Sikhs und zudem ein sozialer Treffpunkt, der allen Menschen offensteht. Der Pathar Sahib wurde 1517 zur Erinnerung an den Besuch des Gurus Nanak Dev, dem Gründer des Sikh-Glaubens, erbaut. Ebenso besuchen Sie den faszinierenden Magnetischen Hügel – lassen Sie sich überraschen, was es damit auf sich hat!

Tag 13: Uletokpo – Lamayuru – Srinagar

Früh morgens setzen Sie Ihre Rundreise fort und fahren nun durch die idyllische Landschaft am Indus entlang bis nach Lamayuru, das Sie nach ca. 2 Stunden Fahrt erreichen. Von dort aus geht es dann weiter nach Kargil und über den D’Zojila Pass auf 3.528 Metern, dem einzigen Pass, der Leh und Srinagar miteinander verbindet. Nach einem kurzen Stopp in Sonmarg im „immergrünen Tal“ – hier sorgen beständige Niederschläge für ein sattes Grün – fahren Sie weiter nach Srinagar.

Tag 14: Srinagar

Mit dem typischen Transportmittel des Dal Lakes, dem Shikara, unternehmen Sie heute eine Fahrt auf dem See und erkunden unter anderem den schwimmenden Markt. Shikaras sind Holzboote, die auf dem See in verschiedenen Größen zu finden sind und zum Transport von Waren und Menschen genutzt werden.

Danach besuchen Sie den Shankracharaya Tempel auf dem Gopadari Hill. Der hinduistische Tempel, der Lord Shiva geweiht ist, soll der älteste Tempel des Kaschmir Tales sein. Zum Abschluss besichtigen Sie die schöne Gartenanlage Chashma Shahi, die 1632-33 von Governor Ali Mardan Khan, der unter dem Mughal-Herrscher Shah Jahan diente, erbaut wurde.

Tag 15: Srinagar – Delhi

Heute endet Ihre faszinierende Rundreise durch den unbekannten Norden Indiens. Nach dem Frühstück Transfer zum Flughafen und Flug zurück nach Delhi.

Reiseverlauf
Delhi – Manali – Solang Valley – Jispa – Tsokar – Leh – Nubra Valley – Pangong Tso – Uletopko – Srinagar