14 Tage

Reiseverlauf
Delhi – Paro – Thimphu – Punakha – Gangtey – Bumthang – Mongar – Trashigang – Paro – Delhi

Bildergalerie

Gelegen zwischen Indien und Tibet war das Land lange Zeit geprägt von religiöser Abgeschiedenheit und geheimnisvollen Geschichten. Erst seit 1974 dürfen Touristen in das „Land des Donnerdrachens” – Druk Yul einreisen. Individuelle Reisen ohne Begleitung sind nach wie vor nicht möglich. Doch Sie werden ein Land erleben, dessen großartige Natur noch weitgehend unberührt geblieben ist. Bhutan – ein Land der schneebedeckten Berge, tiefer weiter Täler mit fruchtbaren Reisfeldern und zahlreichen Obstgärten, kleinen pittoresken Dörfern und lebhaften Marktstädten. Eine Entdeckungsreise durch Bhutan.

Tag 1: Delhi

Ankunft in Delhi. Nachdem Sie die Einreiseformalitäten erledigt haben, werden Sie von Ihrem Chauffeur abgeholt und fahren zum nahe gelegenen Hotel. Der Rest des Tages steht Ihnen zur freien Verfügung.

Tag 2: Delhi – Paro

Nach dem Frühstück Transfer zum Flughafen und Flug mit der einzigen Fluggesellschaft Bhutans und zudem der einzigen, die das kleine Land im Himalaya mit der Außenwelt verbindet, nach Paro. Der Flug mit Druk Air in das kleine Königreich Bhutan ist spektakulär. Falls die Wetterlage es erlaubt, können Sie bereits erste Blicke auf die hoch aufragenden, schneebedeckten Gipfel des Himalayas erhaschen.

Landung im Paro-Tal, dem einzigen Tal Bhutans, das lang genug für die Landebahn ist.
Kusuzangpo – „Herzlich Willkommen in Druk Yul, dem Land des Donnerdrachens.

Sie beginnen mit dem Besuch des Nationalmuseums, das sich im alten Wachturm des Paro Dzong, dem Ta Dzong befindet. Dzongs sind bhutanische Festungen, die sowohl Klostergemeinschaften als auch Regierungseinrichtungen unter einem Dach vereinen. Aus politischen Gründen wurden sie stets an strategisch wichtigen Stellen errichtet. Der Ta Dzong wurde 1651 erbaut und beherbergt seit 1968 das Museum, wo eine Sammlung von Kunst, Handwerk, Trachten, Briefmarken und vielem mehr Einblick in die reiche Kultur des kleinen Königreiches bietet. Doch auch das Gebäude mit seinen wunderschönen Dekorationen ist sehr sehenswert.

Nur einen kurzen Spaziergang bergab liegt der dominante Paro Dzong, ein großartiges Beispiel bhutanischer Architektur. Sein vollständiger Name lautet Rinpung-Dzong, was übersetzt „Festung des Juwelenhaufens“ bedeutet. Die anfänglich kleine Festung wurde später zum heute bestehenden gewaltigen Bauwerk ausgebaut. Anfang des 20. Jahrhunderts brannte der Dzong fast vollständig ab, wurde jedoch nach alten Plänen wieder aufgebaut. Heute beherbergt er die Verwaltung des Paro-Tals und eine ca. 200-köpfige Mönchsgemeinde.

Tag 3: Paro

Nach einem zeitigen Frühstück besuchen Sie zunächst die Ruinen des Drukyel Dzong. Der Dzong spielt eine große Rolle in der bhutanischen Geschichte, da von hier aus die eindringenden Tibeter endgültig zurückgeschlagen werden konnten. An klaren Tagen kann man von hier aus den Mount Jhomolhari, den „Berg der Göttin“, erkennen.

Vorbei an einem typischen bhutanischen Bauernhaus geht es dann zum Höhepunkt Paros – dem so genannten Tigernest. Eines der bedeutendsten und erstaunlichsten Bauwerke bhutanischer Architektur ist das Taktsang Goemba, das jeglicher Logik und der Schwerkraft zu trotzen scheint. Der Legende nach war es diese Klippe, wo Guru Rinpoche (Padmasambhava) auf dem Rücken einer geflügelten Tigerin landete und den Buddhismus von Tibet nach Bhutan brachte. Der Aufstieg zum Tiger’s Nest (Tigernest) wird ja nach Wetterlage sehr früh beginnen. Zunächst führt der Weg steil bergab, um Sie dann, am Wasserfall vorbei wieder bergauf zum Kloster zu bringen.

Zum Abschluss besuchen Sie den Kyichu Lhakhang, einen der ältesten Tempel Bhutans. Hier steht auch der magische Orangenbaum, der das ganze Jahr über Früchte trägt.

Tag 4: Paro – Thimphu

Mit Ihrem Guide fahren Sie heute weiter nach Thimphu, das etwa 1 ½ Stunden Fahrt von Paro entfernt liegt.

Thimphu ist seit 1953 ständige Hauptstadt Bhutans. Zu dieser Zeit befanden sich dort nur ein paar Hütten rund um den Dzong und erst nach der Ernennung zur Hauptstadt begann hier eine richtige Besiedelung.
Heute leben in Thimphu über 80.000 Einwohner. Da in Bhutan alle Gebäude, auch Neubauten, im traditionellen Stil gehalten werden müssen, hat auch Thimphu einen ganz eigenen, unverwechselbaren Charakter. Sie ist die einzige Hauptstadt der Welt, die über keinerlei Ampeln verfügt, der Verkehr wird lediglich von drei Verkehrsinseln mit drachenverzierten Polizistenhäuschen aus geleitet. Anders als andere Hauptstädte, ist Thimphu immer noch ländlich geprägt und verändert seine Atmosphäre mit den Jahreszeiten.
Sie unternehmen eine Tour durch die Hauptstadt und besuchen unter anderem den Zoo von Thimphu, wo Sie einen kurzen Spaziergang über das kleine Gelände machen. Sehen Sie hier das Nationaltier Bhutans – den Takin. Auch die Nationalbibliothek mit einer beeindruckenden Sammlung heiliger Schriften und Bücher sowie hölzerner Druckplatten ist einen Besuch wert.

Ebenfalls auf dem Programm steht das Folk Heritage Museum (Museum für Volkskultur). Die ausgestellten Objekte des täglichen Gebrauchs sollen vor allem jüngeren Leuten die Kultur ihrer Vorfahren nahe bringen und alte Traditionen vor dem Aussterben bewahren.

Danach besuchen Sie das National Institute of Traditional Medicine. Hier werden traditionell verschiedene Pflanzen, Mineralien bis hin zu Edelmetallen und Edelsteinen zu traditioneller bhutanischer Medizin verarbeitet. In der angrenzenden Klinik werden diese, je nach Diagnose, den Patienten verabreicht. Ebenso werden Studien über Heilpflanzen betrieben und zukünftige Ärzte im Umgang mit den traditionellen Medikamenten geschult.

Anschließend sehen Sie den Trashi Chhoe Dzong, dem Sitz der Regierung Bhutans und der königlichen Büros. Das Gebäude mit seiner majestätischen Ausstrahlung stammt ursprünglich aus dem 13. Jahrhundert, wurde jedoch nach einem Feuer im Jahr 1772 im Tal an seinem jetzigen Platz wieder aufgebaut. Seit Thimphu zur Hauptstadt ernannt wurde, wurde der Trashi Chhoe Dzong immer wieder erweitert, um genug Platz für den Regierungssitz zu haben.

Tag 5: Thimphu – Punakha

Sie verlassen die Hauptstadt und fahren Richtung Osten. Die Fahrt führt über dramatische Bergstraßen über den Dochu La Pass auf 3.050 Metern Höhe. Von hier oben können Sie das traumhafte Panorama genießen.

Unterwegs besichtigen Sie den ersten Dzong, der in Bhutan gebaut wurde, den Simtokha Dzong. Seine Lage auf einem hohen Bergrücken erlaubte es, alle Wege von und nach Thimphu zu kontrollieren. 1961 machte König Jigme Dorje Wangchuck den Dzong zu einem Zentrum für traditionelle Studien, in dem Studenten zu Dzongkha-Lehrern ausgebildet werden. Die Statuen im Inneren des Heiligtums zählen zu den schönsten in ganz Bhutan.

In Punakha angekommen (nach etwa 3 Stunden Fahrt), besuchen Sie den Chimi Lhakhang in der Nähe des Dorfes Lobesa. Dieser Tempel aus dem Jahr 1499 ist das Ziel unfruchtbarer Frauen, die hier um einen reichen Kindersegen bitten. Falls die Zeit es erlaubt können Sie anschließend eine Wanderung von Talo hinab nach Khurutang machen.

Danach geht es zum beeindruckenden Punakha Dzong. Die Klosterfestung wurde 1637 gegen die Invasion der Tibeter erbaut. Im Gegensatz zu anderen Dzongs befindet sich dieser nicht auf einer Anhöhe, sondern im Tal am Zusammenfluss der Flüsse Mochu und Pochu. Der Legende nach schlug der Shabdrung hier einst sein Lager auf und träumte von der Prophezeiung des Guru Rimpoche, der den Bau einer mächtigen Festung vorhergesagt hatte. Er beschloss daraufhin, genau dort den Dzong zu bauen, um hier die heiligste Reliquie (eine Statue des Avalokiteshvara) aus seinem Heimatkloster in Tibet aufzubewahren. In einem Tempel des Dzong, dem Machen-Lhakhang, befinden sich die sterblichen Überreste des Shabdrung. Der Dzong wurde durch Feuer und Hochwasser zweimal teilweise zerstört, wurde jedoch komplett wieder aufgebaut und gilt als herausragendes Beispiel der Klosterarchitektur des Landes. In den Wintermonaten dient der Dzong als Residenz des amtierenden Je Khenpo.

Tag 6: Punakha – Gangtey

Morgens Abfahrt in Richtung Gangtey (3 bis 4 Stunden Fahrt). Nach dem malerischen Ort Wangdiphodrang geht es nun immer bergauf Richtung Pele La. Die Vegetation wechselt mit zunehmender Höhe von subtropisch mit Bananenstauden und Kakteen über Pinienwälder bis hin zu alpiner Flora wie Rhododendren und Zwergbambus.

Kurz unterhalb des Passes zweigt eine kleine Straße ab, die Sie in das versteckte Phobjikha-Tal führt. Dieses ist eines der wenigen Gletschertäler Bhutans und Heimat der seltenen Schwarzhalskraniche, die hierher ziehen, um den harten Wintern der tibetischen Hochebene zu entkommen. Dieses Tal, das zu den schönsten des Landes zählt, ist erst seit Ende der 1980er Jahre zugänglich.

Im Zentrum des Tales befindet sich auf einem kleinen Hügel eines der ältesten privaten Klöster Bhutans, das Gangtey Goemba, dem Sie einen Besuch abstatten.

Nachmittags unternehmen Sie einen Spaziergang durch das Tal, wo Sie z.B. das Black Neck Cranes Research Center besuchen können. In den Wintermonaten von November bis März halten sich die Kraniche im Tal auf und Sie haben die Möglichkeit, diese zu beobachten.

Tag 7: Gangtey – Bumthang

Die heutige Fahrt nach Jakar (Bumthang) ist etwas lang (etwa 5 Stunden Fahrt), aber mit Sicherheit unvergesslich. Wunderschöne Landschaften mit Terrassenfeldern, tiefen Flusstälern und an die Hänge gepressten Bauernhäusern werden Sie diese Fahrt genießen lassen.
In Trongsa können Sie einen Spaziergang durchs Dorf machen, und wenn die Amtsgeschäfte es zulassen, den Trongsa Dzong, besuchen, wo oft junge Mönche zu sehen sind, die Mantras aufsagen oder auf ihren Trompeten, Flöten oder Trommeln üben. Der Weg nach Bumthang führt über den hübschen Yotong La Pass und hinunter ins Chhume Tal, berühmt für seine Yatra Webarbeiten.

Ankunft in Ihrer Lodge am Nachmittag.

Tag 8: Bumthang

Nach dem Frühstück statten Sie dem Jambay Lhakhang einen Besuch ab. Er ist einer der ältesten Tempel Bhutans, gegründet von König Songtsen Gampo im 7. Jahrhundert. Hier finden die frühwinterlichen Festivals statt, an denen tausende Bhutanesen zur jährlichen Segnung teilnehmen.

Anschließen Sie machen einen Abstecher zum Monument Kurjey Lhakhang, einer der heiligsten Orte Bhutans. Hier soll Guru Rimpoche einst meditiert und dabei einen Körperabdruck auf einem Felsen hinterlassen haben.

Nachmittags fahren Sie über den Bumthang Chhu zurück in die Stadt und sehen hier das Tamshing Kloster mit Gemälden, die eine wichtige Rolle in der Geschichte der Malerei dieser Region spielen.

Tag 9: Bumthang – Mongar

Durch die schöne Landschaft fahren Sie heute weiter in Richtung Osten. Unzählige kleine Dörfer und dichte Pinienwälder säumen den langen Weg nach Mongar. Nachdem Sie den 3.750 Meter hohen Thrumshingla Pass überquert haben, befinden Sie sich offiziell in Ostbhutan.

Ankunft in Mongar nach ca. 8 Stunden Fahrt.

Tag 10: Mongar – Trashigang

Nach dem Frühstück unternehmen Sie einen Spaziergang durch den malerischen Ort Mongar und besuchen den Mongar Dzong, der Verwaltungssitz der Region und Sitz der hiesigen Drukpa-Gemeinschaft. Der zentrale Turm des Dzong beherbergt zwei Tempel.

Danach verlassen Sie Mongar und machen sich auf die etwa 96 km lange Fahrt nach Trashigang, das Herz Ostbhutans und einst ein wichtiges Zentrum für den Handel mit Tibet. Die Fahrt dauert ca. 3 Stunden und führt Sie durch lichte Laubwälder und über den Korila-Pass mit seinem schönen Chorten. Unterwegs gibt es viele kleine Dörfchen zu sehen wie z.B. den Ort Yadi auf 1.500 Metern Höhe. Während der Fahrt erkennt man immer wieder, wie sehr die Landschaft in Ostbhutan von engen und tief eingeschnittenen Tälern geprägt ist. Für Strecken, die auf der Landkarte sehr kurz erscheinen, benötigt man häufig lange Fahrten, da die Bergketten oftmals große Umwege erfordern.

Nachmittags bleibt Zeit, den Trashigang Dzong (Trashigang bedeutet so viel wie „Festung des glückverheißenden Bergs“) zu besuchen. Dieser wurde am äußersten Ende eines Felsvorsprungs erbaut, der den Fluss um mehr als 400 Meter überragt.

Tag 11: Trashigang – Mongar

Von Trashigang kehren Sie heute zurück nach Mongar. Unterwegs können Sie das Drametse-Kloster besuchen, das größte und bedeutendste Kloster Ostbhutans. Hier werden die Lehren des Pema Lingpa noch heute gewissenhaft übermittelt.

Weiterfahrt nach Mongar, wo Ihnen der Rest des Tages zur freien Verfügung steht.

Tag 12:Mongar – Bumthang

Fahrt zurück nach Bumthang und Freizeit für den Rest des Tages.

Tag 13: Bumthang – Paro

Mit einer kleinen Inlandsmaschine der Druk Air fliegen Sie heute zurück zu Ihrem Ausgangsort – nach Paro.
Dort angekommen führt Sie der heutige Ausflug in das versteckt liegende Haa Tal.

Sie fahren über den höchsten Straßenpass Bhutans, den Chele La (3.810m). Der Pass schlängelt sich durch Pinien- und Rhododendronwälder auf einer Länge von über 35 Kilometern den Berg hinauf. An einem klaren Tag kann man sogar die schneebedeckte Spitze des zweitgrößten Berges Bhutans, den Jhomolhari (7.314 m) sehen.

Nach einem erfrischenden Spaziergang entlang des mit Gebetsflaggen geschmückten Grates, begeben Sie sich hinunter in das Haa Tal. Dieses wurde auf Grund seiner Nähe zu Sikkim und Tibet erst 2002 für Touristen zugänglich gemacht. Das Tal ist noch sehr ursprünglich und man fühlt sich in der Zeit rückversetzt in einfachere und traditionellere Zeiten.

Tag 14: Paro – Delhi

Nach dem zeitigen Frühstück heißt es Abschied nehmen vom kleinen Königreich im Himalaya. Vormittags Rückflug mit Druk Air nach Delhi.